KardexMlog Imagebrochüre - page 54

Rund sieben Liter industriell hergestelltes Speiseeis verzehrt der Deutsche
im Schnitt pro Jahr – landesweit insgesamt fast 500 Millionen Liter. Ein
klassisches Saisongeschäft: Das meiste Eis wird im Sommer abgesetzt,
nur etwa jede fünfte Portion im Winter. Die Hersteller produzieren daher
in der Regel in der kalten Jahreszeit vor und müssen entsprechende Lager-
kapazitäten vorhalten. Auch im niedersächsischen Apensen, vor den Toren
Hamburg, hat die Eisbär Eis GmbH für die bevorstehende Saison schon
bestens vorgesorgt. Bis zu 3.000 Paletten Eiskrem können im Zentrallager
wöchentlich umgeschlagen werden; wenn es besonders heiß hergeht sogar
deutlich mehr: Pro Tag werden in Spitzenzeiten im Dreischichtbetrieb über
eine Million Portionen Eis produziert und ausgeliefert, der überwiegende
Teil für die großen deutschen Handelsketten. Damit liegt das Familienun-
ternehmen auf Platz sechs in der Rangliste deutscher Speiseeishersteller.
Anfang 2011 hat Eisbär seine Kapazitäten mit der Errichtung eines zweiten
Tiefkühlhochregallagers verdoppelt – aufgrund des anhaltenden Wachs-
tums fünf Jahre früher als geplant. Mit der Erweiterung um 7.000 Paletten-
stellplätze wurde eine Kapazität für insgesamt 14.000 Paletten geschaffen.
Das entspricht gut 100 Millionen Portionen Speiseeis.
In diesen heißen Tagen hat Spei­
seeis wieder Hochkonjunktur.
Um die kalte Köstlichkeit im
Hörnchen, in der Waffel oder
am Stiel jederzeit frisch und le­
cker anbieten zu können, ist eine
minutiös geplante Logistik not­
wendig. Schließlich wird schon
im Winter produziert, was in den
warmen Monaten so heiß be­
gehrt ist. Hersteller Eisbär Eis
hat daher seine TK-Lagerfläche
auf 14.000 Palettenstellplätze
verdoppelt.
Betriebssicherheit unter
arktischen Temperaturen
Der im Januar in Betrieb genom-
mene Zwilling des vorhandenen,
32 Meter hohen Kühllagers wurde
innerhalb von nur acht Monaten
errichtet, heruntergekühlt und
in Betrieb genommen. Förder-
technik und Regalbediengeräte
stammen von Kardex Mlog, wie
schon beim ersten Bauabschnitt.
Das Inves­titionsvolumen für die
Erweiterung betrug circa 4,5 Mil-
lionen Euro. Zum Vergleich: Der
Neubau des ersten Lagers lag bei
rund 9 Millionen Euro. Im Schnitt
ergeben sich für die gesamte An-
lage moderate Gestehungskosten
von circa 1.000 Euro für jeden der
insgesamt 14.000 Palettenstell-
plätze.
Im Inneren der Anlage herrschen
Temperaturen von -28° C – deut-
lich kälter als in der heimischen
Tiefkühltruhe. „Nur durch die
extreme Kälte können wir eine
Mindesthaltbarkeit von 18 Mo-
naten gewährleisten“, erläutert
Andreas Starck, Projektleiter bei
Eisbär, die arktischen Bedingun-
gen. Im Versand und im Bereich
der Fördertechnikbrücke ist es
demgegenüber mit ­Temperaturen
zwischen 2° C und 5° C vergleichs-
weise warm.
Die Umgebungsbedingungen
stellen Mensch und Material auf
eine harte Probe. Den beiden
Eisbär
Tiefkühllager
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