KardexMlog Imagebrochüre - page 63

Erprobte Technik,
komplexe Software
Die insgesamt vier ­Regalbedien-
geräte (RBG) des Typs MSingle
A zeigen den tiefen Temperatu-
ren mit hohen ­Leistungen von je
36–38 Doppel­spielen pro Stunde
die kalte Schulter.
Jedes der zwischen 14 und 21 Me-
ter hohen Geräte bedient eine
rund 75 Meter lange Gasse, in die
es zuvor über das Dach des Hoch-
regallagers eingebracht wurde.
Über die ­einfach bzw. zweifach
tiefen Lastauf­nahme­mittel kön-
nen vollformatige Euro­palet-
ten und die halb so breiten
­Düsseldorfer Paletten aufgenom-
men werden. Letztere werden
im weiteren Verlauf als Pärchen
behandelt, um die Kompatibilität
mit der Fördertechnik zu gewähr-
leisten. ­
Die hohe Leistung der RBG ist
auch durch die ­frequenzgeregelten
Antriebe möglich, die Kardex
Mlog nicht zuletzt wegen ihrer
sehr guten Energieeffizienz in-
stallierte – im Übrigen auch im
Bereich der Fördertechnik, dort
­allerdings gleich 177-fach.
Das Lagerverwaltungssystem
(LVS), welches Kardex Mlog mit
dem Partner N-GIN installierte,
bildet die kom­plexen Warenströ-
me eins zu eins ab und zeichnet
sich durch eine Reihe innovativer
Lösungen aus. Der Etikettierer
etwa erhält alle Informationen
zu Pro­duktart, Reifegrad etc. via
LAN automatisiert vom LVS, co-
diert diese und druckt sie über
einen eigenen Drucker als Etikett
aus, um die Paletten damit zu
versehen. Durch das intelligente
System ist eine 100-prozentige
Identifizierung jederzeit gewähr-
leistet – unabhängig vom Stand-
ort. Unterschiedliche „Reifezo-
nen“ beispielsweise können somit
rein virtuell bleiben – eine erheb­
liche Reduktion des Aufwands
und ein wesentlicher Beitrag zur
optimalen Auslastung des La-
gers, das gleichwohl bereits auf
weiteres Wachstum vorberei-
tet ist: Eine fünfte Gasse kann
mit geringem ­Aufwand jederzeit
nachgerüstet werden.
Schnelle Fördertechnik
Die Kommissionierung erfolgt im
ersten Obergeschoss des neuen
Hochregallagers, über dem Wa-
reneingang. Der Transport der Pa-
letten zu und von der Produktion
im benachbarten Bestandsbau
erfolgt im Untergeschoss. Für die
Überwindung der Höhenunter-
schiede sorgen Vertikalförderer.
Die gesamte Fördertechnik, die
ebenfalls komplett von Kardex
Mlog geplant und installiert wur-
de, zeichnet sich durch eine hohe
Leistung und Geschwindigkeiten
von 0,3 Meter pro Sekunde aus.
In der Summe bewegt das Ge-
samtsystem zwischen 60 Palet-
ten pro Stunde im Bereich der
Kommissionierung, 90 Paletten
pro Stunde für die Auslagerung
der Fertig­waren und rund 110 Pa-
letten im Kellergeschoss. Leis-
tung ist dabei kein Selbstzweck,
sondern das A und O bei der
Verarbeitung frischer Produkte –
schließlich soll die Milch, einmal
im Handel, noch eine möglichst
lange Haltbarkeit aufweisen.
Schwierige räumliche
Gegebenheiten
Während die Temperatur im Lager
heute ­exakt regelbar ist, herrsch-
te bei der Errichtung des Lagers
eine Jahrhunderthitze, welche die
Arbeiten erschwerte, aber keines-
wegs verlangsamte. Schwieriger
war es, sich mit den beengten
räumlichen Gegebenheiten auf
der Baustelle vor Ort zu arrangie-
ren. Dem Projektmanagement ist
es jedoch gelungen, durch minu-
tiöse Planung und Koordination
den Mangel an Lager- und Mon-
tageplätzen mittels Just-in-Time-
Lieferungen zu kompensieren,
was sich angesichts der Baustel-
lenlage inmitten der Stadt als
aufwändig erwies. Dennoch: der
laufende Betrieb der Salzburg-
Milch musste nicht einmal un-
terbrochen werden. Ein Indiz für
die hohe Zufriedenheit und die
positive Bilanz aller ­Beteiligten:
Pünktlich zum Projektabschluss
eröffnete Kardex Mlog im nahe
gelegenen ­Anthering eine Nie-
derlassung, von der aus der öster-
reichische Markt bedient werden
soll. Die Eröffnung fand in einer
gemeinsamen Veranstaltung mit
dem Auftraggeber SalzburgMilch
statt.
Hubtische überwinden die Niveaudifferenzen
zwischen den einzelnen Lagerbereichen, hier in der
Passage ­zwischen Neu- und Bestandsbau (rechts).
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