KardexMlog Imagebrochüre - page 66

Im Burgenland realisierte Kar­
dex Mlog für die MTH Retail
Group ein hochflexibles auto­
matisches Hochregallager mit
diversen Kommissionier-Opti­
onen und minimierten Fehler­
quoten.
Ein Spagat für alle Fälle
Automatisiert oder flexibel: Bei der Planung von Kommissionierlagern
muss man sich in der Regel für eine dieser Eigenschaften entscheiden.
Das Distributionszentrum der österreichischen MTH Retail Group bildet
eine Ausnahme. Das automatische Hochregallager (HRL) mit 18.000 Pa-
lettenstellplätzen erlaubt diverse automatische und manuelle Kommissi-
onierarten und kann sich so schnell an wechselnde Sortimente anpassen.
Dynamisches Sortiment
Realisiert wurde die Lösung von
Kardex Mlog, Generalunterneh-
mer für den gesamten Lagerneu-
bau ab Bodenplatte. Mit der In-
vestition in Müllendorf hat MTH
vier manuelle Distributions- und
Lagerstandorte der zum Konzern
gehörenden Handelsunterneh-
men LIBRO und PAGRO ersetzt
und zentralisiert. Täglich wer-
den jeweils rund 170 Filialen von
LIBRO und PAGRO beliefert;
die Sortimente umfassen 16.000
Artikel mit unterschiedlichsten
Abmessungen und Gewichten –
vom Radiergummi über Blumen-
vasen bis hin zum Kopierpapier.
„Das Kommissionieren erforderte
früher ein großes Fachwissen in
den Köpfen unserer Mitarbeiter“,
erinnert sich Karl Gigerl, der bei
MTH als Prokurist die gesamte
Konzernlogistik verantwortet. In
Verbindung mit den manuellen
Tätigkeiten sei es „jedoch immer
wieder zu Pickfehlern gekom-
men“. Die Folge: Die Filialen
mussten jede Eingangssendung
kontrollieren, was zu Zeit- und
Kostenaufwand führte.
MTH Retail Grou
Handel
520 Paletten pro Stunde
„Bei der neuen Lösung kam es
uns vor allem auf eine minimale
Fehlerquote an“, betont Gigerl.
Dieses Ziel war nur mit einem
hohen
Automatisierungsgrad
erreichbar. Angesichts der sich
ständig wandelnden Sortimente
musste zugleich die Flexibilität
gewahrt bleiben. Dieses Ziel wur-
de erreicht: „Für jeden einzelnen
Artikel können wir jetzt den je-
weils passenden Weg zwischen
Warenein- und Warenausgang
und die geeignete Kommissio-
nier-Strategie definieren“, erklärt
Ulrich Skasik, Betriebs- und Lo-
gistikleiter am neuen Standort
Müllendorf.
Im 13-gassigen HRL wird jede
Palette mit dem Handscanner
registriert, geprüft und per Flur-
förderzeug auf einen der vier
Einlagerungsstiche gesetzt. Von
da geht es vollautomatisch über
Rollbahnen und einen Mlog-Dop-
pelverteilerwagen zu den Lager-
gassen. Dort werden die Paletten
von einem Mlog-Regalbedienge-
rät vom Typ MTwin eingelagert.
Die RBGs können insgesamt bis
zu 520 Paletten pro Stunde be-
fördern. Sie verfügen über zwei
Teleskopgabeln und Scherenhub-
tische für die Kommissionierung.
Per Scherenhub können sowohl
die Lager- als auch die Kommis-
sionierpalette auf ein für den Be-
diener angenehmes Niveau ge-
hoben werden.
Zweistufige Kommissionierung
„Das ist ein Beispiel für die hohe
Flexibilität der Anlage“, betont
Skasik. Je nach Produktart und
Aufkommen werden aus dem
HRL entweder manuell kommis-
sionierte Teilmengen oder gan-
ze Paletten gefahren. „In jedem
Fall handelt es sich aber um eine
zweistufige Kommissionierung“,
betont Gigerl. Erst wird die Ge-
samtbestellmenge aller Filialen
ausgelagert und zu den Kommis-
sionierplätzen gebracht. Je nach
Artikel und der im Datensatz hin-
terlegten Kommissionier-Strate-
gie trennen sich dann die Wege
der Waren.
Zur Wahl steht eine manuelle
Kommissionierung, vor allem für
relativ schwere und mengenstar-
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