KardexMlog Imagebrochüre - page 67

ke Produkte. Diese werden mit
der Hand in die Rollwagen ge-
schichtet. Eine Alternative ist die
Put-to-Light-Kommissionierung.
Hierbei verteilen Mitarbeiter die
Einzelartikel auf Kunststoff-Wan-
nen, die anschließend mit den
anderen Teilen der Bestellung zu-
sammengeführt werden. „Im Put-
to-Light-Bereich finden sich Arti-
kel, die aufgrund ihrer Größe oder
ihres Gewichts nicht für den Sor-
ter geeignet sind“, erklärt Skasik.
Betroffen sind Waren, die leichter
als 100 Gramm oder schwerer als
30 Kilogramm sind. Der größte
Teil der Produkte wandert jedoch
auf einem der zwei Quergutsorter
mit 440 Abwurfstellen. Die von
Interroll gelieferten Sorter kön-
nen bei einer Fehlerquote von nur
0,2 Prozent 20.000 Colli pro Stun-
de verarbeiten.
Schlüssel zum Qualitätssprung
Direkt hinter den Abwurfstellen
stehen die Rollbehälter für die
Filialen, in denen auch die übri-
gen Teile der Bestellungen ge-
sammelt werden. Jeder Wagen
ist eindeutig einer Abwurfstelle
zugeordnet, sodass die Mitarbei-
ter auf dem Weg zwischen Sorter
und Wagen keine Fehler machen
können. „Die Sorter lieferten uns
den Schlüssel zu unserem Qua-
litätssprung, durch den wir die
Kontrolle in den Filialen einsparen
konnten“, betont Gigerl.
Die schnellen Sorter können
manuell oder automatisch mit
Waren versorgt werden. Vollau-
tomatische Entstapler sorgen in
Verbindung mit Gurtförderern
und Etikettiermaschinen von SRD
für eine schnelle Vereinzelung
und Zuordnung von DVDs und
Büchern. An anderen Zulaufstel-
len werden die Waren manuell
auf die Bänder gelegt. Gesteuert
werden die Sorter über einen Si-
matic S7 Controller von Siemens,
das führende System ist das La-
gerverwaltungssystem Metalag
Retail von Metasyst – ein wei-
terer Partner, den Kardex Mlog
ins Boot geholt hat. Ebenfalls
mit dabei waren Econsult für die
Planung, Kocher für den Stahlbau
und Strapex für die Umreifer.
Das Hochregallager mit seinen
Kommissionier-Optionen
und
leistungsstarker Sortertechnik
schafft den Spagat zwischen
Automatisierung und Flexibilität.
MTH steigerte die Qualität und
den Service. Die neuen Prozesse
ermöglichen eine filialgerechte
Kommissionierung; die Waren
können wegeoptimiert auf die
Regale verteilt werden. Auch die
Produktivität der Anlage stieg
erheblich. Die 150.000 täglichen
Picks schaffen jetzt 125 statt
früher 170 Mitarbeiter. „Das ent-
spricht einer Effizienzsteigerung
um rund 30 Prozent“, so Gigerl.
Der Sorter ist die entscheidende Funktionsstelle bei der Kommissionierung.
Hier wird der Grundstein für die Fehlervermeidung bei der Filialzuordnung gelegt.
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Film: Interview mit Karl Gigerl,
Leiter Konzernlogistik MTH Retail Group
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