Versorgungsbrücke im Medical Valley - Hoch dynamische Fördertechnik überwindet Höhenunterschiede

Versorgungsbrücke im Medical Valley - Hoch dynamische Fördertechnik überwindet Höhenunterschiede

NewsDas Projektteam der Partner Kardex Mlog und Gambro vor Ort auf der Baustelle

Der Medizintechnik-Hersteller Gambro erweitert sein Werk Hechingen um eine weitere Produktion auf drei Ebenen. Die gesamte Fördertechnik im neuen Werk wird von Kardex Mlog konzipiert und realisiert. Die Anbindung an die bestehenden, höher gelegenen Produktionsanlagen erfolgt über Vertikalumsetzer und eine 100 Meter lange Versorgungsbrücke.



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitten im Herzen des süddeutschen „Medical Valley“ zwischen Tübingen und Tuttlingen entsteht auf einem ehemaligen Bundeswehrgelände eine hoch automatisierte Anlage zur Produktion von Dialysatoren mit synthetischen Membranen. Diese dienen als Filtereinheiten in der Dialyse und ermöglichen eine individuelle, qualitätsbasierte Therapie bei Nierenerkrankungen.
Kardex Mlog plant, liefert und installiert die gesamte Förderanlage auf dem Gelände und in den einzelnen Produktionsbereichen.

Produktion auf mehreren Ebenen
Die Region rund um Hechingen trägt ihren Namen zu Recht: Nicht nur finden sich hier die nam-haftesten Unternehmen aus der Medizintechnik, auch das hügelige Landschaftsprofil passt zu der dem kalifornischen Vorbild Silicon Valley entlehnten Bezeichnung. Das Werk liegt auf einem Hügel, dessen räumliche Kapazität allerdings ausgeschöpft ist. Daher kann die neue Anlage nur auf einem deutlich tiefer gelegenen Gelände errichtet werden. Die Anbindung an die bestehenden Produktionsgebäude wird über eine mehr als 100 Meter lange, in bis zu zehn Metern Höhe verlaufende Versorgungsbrücke realisiert. Die Roh- und Halbfertigwaren werden über Vertikalumsetzer auf das Niveau der Brücke gebracht und mit einem hoch dynamischen Verschiebewagen in die neue Produktion befördert. Dort werden sie über zwei Vertikalumsetzer auf drei Ebenen verteilt. Die oberste Ebene ist als reiner Versorgungsbereich konzipiert. Zur Verteilung wurde neben weitreichender Fördertechnik auch ein weiterer Verschiebewagen installiert. Die eigentliche Produktion befindet sich in den darunter liegenden Geschossen. Die Fertigwaren wer-den – wie auch Hilfs- und Abfallstoffe – ebenfalls über die Brücke zurück auf das Hauptgelände transportiert. Auf den Einsatz von LKW oder Flurförderfahrzeugen kann dabei komplett verzichtet werden.


Prozessoptimierung im Bestand
Die hohen Anforderungen an die Fördertechnik betreffen auch die bestehende Produktion, deren Durchsatz uneingeschränkt erhalten bleiben soll. Ein aus erfahrenen Umbauspezialisten der Kardex Mlog und Mitarbeitern von Gambro zusammengesetztes Projektteam hat daher auch die Bestandskomponenten und Transportabläufe im Vorfeld gründlich analysiert und Optimie-rungspotentiale aufgezeigt, die im Zuge der Erweiterung nun ebenfalls ausgeschöpft werden.


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